Freundesbrief Nr. 1

 

An den Freundeskreis

 

1.“Firstly I must say thanks for a great time in snowy Germany,

for all the ladies and gentlemen who have shown an interest in my work.

I will always be grateful. Thanks for all the gifts and your kindness.”

Mit diesen Worten begrüßt uns John in seinem Schreiben vom 14.5.2010

nach seinem Besuch in Lüneburg im Februar/ März 2010.

Und diesen Worten schließen wir unsern Dank an euch an für alle Unterstützung im

vergangenen Jahr. Anfang Februar kündigte John seinen überraschenden Besuch an, also sehr kurzfristig.

Die Sehnsucht trieb ihn her: ”Be finally at home.”

Er hatte Mitarbeiter aus Hilfsorganisationen gefunden, die in seiner Abwesenheit

Light The Way betreuten.

Mitten ins Schneetreiben hinein landete John auf dem Hamburger Flughafen,

und sein erster Satz war “I must touch the snow.“

Ja , es war das erste Mal, dass John Schnee erlebte, also hinaus in den Garten,

Schneemann bauen, auf dem Gartenstuhl im Schnee sitzen, immer wieder Schnee anfassen. Und das möglichst in kurzen Hosen und im T-Shirt.

Dies war der Auftakt zu ereignisreichen Wochen, immer auch mit Angeboten,

sich zu erholen und Kraft zu tanken.

“We are as one with the infinite sun for ever, for ever, for ever",

dieses Lied, das immer am Anfang unserer Chorabende steht, hat uns auch durch die vier großen Ereignisse geführt, von denen wir euch berichten wollen:

Also bin ich für 4 Wochen nach Kapstadt geflogen, 3 Wochen bei John in Mitchells Plain und 3 Wochen im Stadtzentrum bei den Salesianern, meiner alten Arbeitsstelle.

Ich zitiere einfach aus meiner E-Mail, die unmittelbar nach der Eröffnung entstand: Die Eröffnung war so großartig, wie John und ich es uns vorher nicht vorstellen konnten. 65 Motorradfahrer aus all den Clubs, die John kennt, begleiteten den Gästekonvoi vom Sammelplatz in Mitchells Plain nach Lost City, und es war ein unglaublicher Jubel, als der lange Tross in Lost City einfuhr, hupend und knatternd, empfangen von 500 Menschen, vor allem Kindern, die sich vor dem Zentrum versammelt hatten. Essensausgabe, begleitet von Musik, war der 1. Akt, 700 Hotdogs und Suppe für die Älteren, alles verteilt von den Motorradfahrern.

 

Als danach die CD erklang, die der Chor zu diesem Anlass aufgenommen hatte,

natürlich auch mit "We are as one", waren die Überraschung, auch für John und die

Freunde, riesig. Beim LTW-Circle sangen und tanzten dann alle auf der Straße.

So klein LTW auch sein mag, viele Menschen haben in ihm und drum herum Platz,

und ihr habt es möglich gemacht. Tiefe Dankbarkeit erfüllt mein Herz, und ich höre es von vielen hier.

2. “We are as one" stand auch am Beginn unseres Benefizkonzertes im Kurpark

Mitte September. „Licht in die Straßen bringen für die Streetpeople im südafrikanischen Kapstadt, Hilfe auf dem Weg ins Leben. Ein Haus ist mit Hilfe von Spenden bereits gekauft worden, nun geht es um den Ausbau und den Aufbau einer Infrastruktur", so schrieb die Landeszeitung Lüneburg.

Viele Gäste hatten vor der Konzertmuschel Platz genommen und stimmten bei den Liedern mit ein. Dunkle Wolken, die aufzogen, warteten das Ende des Konzertes ab, bevor sie sich entluden. Auch dafür Dank dem Himmel.

3. “We are as one" erklang auch im Gottesdienst in der Kreuzkirche, einem Gottesdienst „einmal anders“ - wie Pastor B. Skowron es nannte. Anstelle einer Predigt berichtete John von seiner Arbeit als Streetworker. Mitglieder unseres Chores begleiteten die Fragen von Herrn Skowron und Johns Antworten musikalisch.

Nach dem Gottesdienst äußerten sich die Besucher beeindruckt von Johns so undramatisch klingenden Berichten . „Mit wem haben Sie es zu tun?“, wurde er im Gottesdienst gefragt, und Johns Antwort war: „Mit Menschen wie du und ich."

4. Wie schon am Anfang erwähnt, kam John mitten im Winter zu uns aus dem hochsommerlichen Kapstadt. Eine Fülle von Begegnungen hier in Lüneburg und dann in Süddeutschland kamen auf ihn zu, und er war enttäuscht, dass er nur einmal am Chorabend teilnehmen konnte. Diesen einen Abend hat er dann umso mehr genossen, hat gesungen, getanzt und mit allen geredet. Der Chor ist einfach wie ein Zuhause für ihn, und Joachim ist sein Bruder.

Nun ist John zurück zu seinen Leuten. “Work at Light The Way goes on as usual,

with the children listening to my stories of Germany and eating German chocolates.

A great thank you from all.”